Sehnsucht­ nach­ mehr

 

Willkommen an Bord

Was man beim Segeln alles erleben kann! Freude, wenn der Wind das Schiff kräftig vorantreibt — Angst, wenn sich die Wellen türmen — Ruhe, wenn das weite Meer friedlich daliegt — Spannung, wenn es auf eine abenteuerliche Überfahrt geht — Zufriedenheit, wenn die Mannschaft gemeinsam ein Ziel erreicht…

Seit ein paar Jahren bieten wir nun schon "Spirituelles Segeln für junge Erwachsene" an. Christliche Spiritualität und seemännische Erfahrung ergänzen sich wunderbar: Wer auf dem Meer unterwegs ist, lernt das Leben kennen. Wer segelt, spürt unweigerlich, wie angewiesen er auf andere und auf die Natur ist. Auf dem Meer Gott zu finden ist leichter als in der Hektik des Alltags. Das ist schon in der Bibel so: Gottes Geist schwebt im Anfang über der Urflut, Noahs Arche, Jonas Schiff und die Fischerboote der Jünger werden zu Orten der Begegnung mit Gott. Und dem "segeln" wir nach.

Hier ist unser digitales Logbuch, ein paar Erinnerungen an vergangene Törns und natürlich die Einladung zur nächsten Runde.

 
 

Ziel 2021

2021 geht's wieder an die Ostsee. Von Kiel aus führt uns der Törn - je nach Wind und Wetter - die Küste entlang oder hinüber zu den Inseln der dänischen Südsee. Erstmals sind wir wirklich ökumenisch aufgestellt: das Leitungsteam besteht aus evangelischen und katholischen Theolog:innen. Natürlich nehmen wir auch in diesem Jahr wieder Teilnehmer:innen aus allen christlichen Kirchen mit und sind schon gespannt auf den Austausch!

Je nach Wind, Wetter und Crew segeln wir von Wendtorf (Kiel) aus auf der Ostsee. Wenn alles passt, geht es wieder in die Inselwelt der "dänischen Südsee", um dort zu segeln, Städtchen zu erkunden, vielleicht sogar ins frische Ostsee-Wasser zu springen. Die Tagesstrecken betragen zwischen 15 und 30 Seemeilen, sodass genügend Zeit fürs geistliche Programm, für Besichtigungstouren und fürs abendliche Feiern bleibt. Unterwegs sind wir auf der Segelyacht „Sonny“. Nachts liegen wir meistens fest in einem Hafen - aber vielleicht auch einmal nur vor Anker.

"Die Crew fährt das Boot!" …eine alte seemännische Weisheit, die auch bei uns an Bord gelten wird. Zwar haben die Skipper genügend Erfahrung, alle sicher ans Ziel zu bringen. Wenn aber alle mitmachen, kommt das der Sicherheit zugute und die Crew wächst zusammen, lernt ganz nebenbei viel Nützliches übers Schiff und wir werden alle viel Spaß an und unter Deck haben. Mitmachen, das heißt: Mitarbeiten an Leinen und Winschen, Ruderwache, Manöver fahren, Navigieren, Klar Schiff machen, Kochen und vieles mehr.

Und das ist wieder mit im Paket:

  • eine Woche, vom 6.8. bis 13.8.2021 auf einer Segeljacht von Kiel/Wendtorf aus durch die dänische Südsee segeln
  • mit spirituellen Impulsen, stiller Zeit und Gesprächen über Gott und die Welt
  • einen Einblick ins Segeln bekommen und selbst an Bord mit anpacken
  • Wind, Wetter, Wellen… genießen
  • eine Crew werden und andere christliche, junge Erwachsene kennen lernen

Du willst mit? Dann schick uns eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder drucke direkt die Anmeldung aus und schick sie uns per Post.

 
 

Idee

Segeln und Leben gehören zusammen! Man kann an Bord so viel lernen: Wind und Wellen erzählen vom Kommen und Gehen, vom Nachgeben und vom Widerstand. Kompass, Sterne und Leuchttürme lassen mich fragen: woran orientiere ich mich eigentlich? Die Bordgemeinschaft macht mir schnell klar, dass es auf mich ankommt - auf jede:n - damit das Schiff vorwärts kommt. Das sind ganz ursprüngliche Lebens-Erfahrungen. Beim "spirituellen Segeln" bringen wir das zusammen: Segel-Erfahrung, Glaubens-Erfahrung und Lebenserfahrung. Wer mit uns auf Törn geht, der lernt die Basics des Segelns: wir zeigen, wie man Segel setzt, ein Boot steuert, sicher dort ankommt, wo man hinwill und vieles mehr. Diese kleinen "nautischen Einheiten" verbinden wir mit spirituellen Impulsen - Gedanken übers Leben und den Glauben.

Christ:innen hoffen, dass es in dieser Welt "Mehr als alles" gibt. Genau davon erzählt uns die Bibel. Besonders an Jesus von Nazareth, an seinem Umgang mit den Menschen und an seiner Auferstehung aus Gewalt und Tod sehen wir das: Wir sind angenommen, geliebt und erlöst. Unsere Alltage sorgen oft genug dafür, dass wir davon wenig spüren. Aber: das lässt sich (wieder) lernen.

Beruflicher Stress, persönliche Auseinandersetzungen, gesellschaftlicher Unfriede... das alles macht schnell den Eindruck: G*tt ist dieser Welt fern. Für jede:n persönlich stellt sich die Frage nach G*tt heute ganz schlicht im eigenen, konkreten Leben. Leiden unterm Leistungsdruck und fehlendes Selbstvertrauen, das sind Symptome unserer Zeit. Gerade junge Erwachsene merken das besonders deutlich, wenn es in Schule, Universität, Berufsausbildung und –einstieg, Partnersuche und Familiengründung stressig wird. Dann bleiben weder Zeit noch Perspektiven, um einen anderen Blick aufs Leben zu gewinnen. Einen Blick nämlich, der G*tt noch zutraut, dass er uns zum Guten führen will. Und das nicht irgendwann und irgendwo, sondern hier, im konkreten Leben und jetzt schon, in diesem Augenblick!

G*tt nimmt jede:n Menschen freundlich an. Und genau so kann man sich auch selber liebevoll und bedingungslos annehmen. Darum geht es in den ganz einfachen und konkreten Erfahrungen an Bord. Segeln in Gemeinschaft bietet dazu optimale Gelegenheiten: die Verbundenheit zur Natur wächst schlagartig. Wind und Wellen geben gleich feedback - und  sie müssen einfach beachtet werden: die Natur wird von der Umgebung zum Lebensraum. Am Achten auf Wind, Wolken, Wellen, Meer hängt das (Über-)Leben.

Die Gemeinschaft an Bord macht spürbar, dass es auf jede:n einzelne:n ankommt. Im Austausch miteinander hört jede:r die Freude und die Angst der anderen. Und im miteinander Reden, Verstanden werden entstehen Verständnis füreinander und neue Perspektiven aufs Leben. Es ist großartig zu spüren, wie die Gemeinschaft zusammenwächst, sich gegenseitig hilft und zusammenhält... an Bord entstehen manchmal sogar Freundschaften fürs Leben.

 
 

Crew

Veranstaltet wird der Törn vom Aktionszentrum Benediktbeuren in Kooperation mit dem Team von "Sehnsucht nach Mehr", einer privaten Initiative einiger segelbegeisterter Christ:innen, die in ihrer Freizeit andere mitnehmen - zum Segeln und zum Reden über Gott und die Welt.

2021 besteht das Leitungsteam aus:

Martin

Martin Hohler – Skipper
Psychologiestudent, Tübingen

Sandra

Sandra Weiss – Geistliche Leitung
Ev. Vikarin, Aschaffenburg

Peter

Peter Hohler – Skipper
Kath. Theologe, Tübingen

Kontakt zur Crew gibt's über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

In den letzten beiden Jahren war als Geistliche Leitung mit an Bord:

Sr. Marie-Thérèse Bühler
Leiterin der Jugendkirche Joel, Ravensburg

 
 

Bilder von 2020

2020 führte uns Sail&Pray in die Niederlande. Von Workum aus waren wir mit einem traditionellen Plattbodenschiff auf dem IJsselmeer und der Waddenzee unterwegs. Und natürlich durfte auch ein Besuch auf den friesischen Inseln nicht fehlen - inklusive Wanderung durch den Sand und Baden in der Nordsee. Stürmisches Wetter sorgte zwar immer wieder für eine Menge Wind - aber Boot und Crew haben das gut ausgehalten. Die Gezeiten und das Wetter boten uns genügend Herausforderungen - und zwischendurch wurde es auf Kanälen und mit schwachen Winden auch fast ganz still - sehr beeindruckend! Von Enkhuizen bis Terschelling, in Makkum oder Harlingen: überall hatten wir lustige Shanty-Abende, tiefe Gesprächsrunden, bewegende geistliche Impulse und jede Menge Lachen! Zu 12. auf einem Boot - das war wieder eine bereichernde Tour.
Weitere Impressionen gibt es auch auf der Seite der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die uns die Woche über begleitet hat. HIER

 
 

Bilder von 2019

Sail&Pray 2019 - Heiligenhafen war Start und Ziel unserer 8-köpfigen Crew auf der "Baltic Sun". Und als Menschen und Proviant erfolgreich "verstaut" waren, setzten wir zum ersten Mal die Segel. Fehmarn wurde zum Sprungbrett und dann waren wir auch schon in der dänischen Südsee. Die verwöhnte uns zwar nicht immer mit Südsee-Wetter, aber dafür mit einer Windhose und spannenden nautischen Erlebnissen. Die schönen dänischen Städtchen Ærøskøbing, Svendborg, Rudkøbing und Marstal boten mit ihren Häfen Schutz für die Nacht - und wunderschön-verspielte Gässchen für einen kleinen Spaziergang. Stille Zeiten, biblische Impulse und seemännisches Wissen sorgten dafür, dass es an Bord immer etwas zu erleben gab - und am Ende eine Crew zusammengewachsen war, die nicht bloß ein paar Seemeilen, sondern auch eine Menge Lebenserfahrungen miteinander geteilt hat.